MAUTHAUSFEST 24. Juni 2017

Da die im Mauthaus aufgehängten Plakate schon stark verblasst sind, hat DI Erwin Prillinger 4 neue Tafeln geschaffen. Dies war der Anlass zu einer kleinen Eröffnungsfeier für die Mitglieder des Museumsvereins.

Mauthaus-Tafel
Die neue Tafel beim Mauthaus.

Gekommen sind auch die Vorstandsmitglieder des Verbandes der Donauschwaben mit ihrem Obmann, Bürgermeister Paul Mahr. Mit Speis und Trank, sowie bester Musik von Anton Hussar, wurden viele gemütliche Stunden rund um das Mauthaus verbracht.

Dank an Karin Cernich

Mit dem Beitritt von Karin Cernich und ihrem Ehemann haben wir nunmehr 200 Mitglieder im Museumsverein. Es ist ein großer Glücksfall, dass Frau Cernich in einem Kurs Kurrent schreiben und lesen gelernt hat. So ist es jetzt möglich, dass Briefe, Dokumente, Gemeinderatsprotokolle, etc. uns endlich erschlossen werden. Danke Karin!

Karin Cernich
Karin Cernich

AUSSTELLUNG „40 Jahre Volkshaus, 1 Jahr Full Haus“

Ausstellung
Ausstellung “40 Jahre Volkshaus, 1 Jahr Full Haus”

Nach Durchsicht von vielen 1.000 Seiten der letzten 40 Jahrgänge der „Marchtrenker Gemeindezeitung“ haben Ausstellungsgestalter Reinhard Gantner und weitere Mitglieder des Museumsvereins eine sehr farbige und interessante Ausstellung zu diesem Thema bzw. zur Kultur und dem gesellschaftlichen Leben unseres Ortes gestaltet. Zu danken ist vielen Vereinen und Schulen, die viele interessante Fotos, Chroniken, etc. zur Verfügung gestellt haben. Besonders hervorzuheben sind Wolfgang Göschl und seine Gattin, die die 1. Marchtrenker Faschingsgilde auf sieben großen Tafeln zeigen.

Die Ausstellung wird etappenweise im Foyer des Stadtamtes gezeigt bzw. wird sie in 1 – 2 Monaten im Internet (www.ooegeschichte.at) abrufbar sein.

AUSFLUG DES MUSEUMSVEREINS NACH EGGENBURG

Ausflug
Mit einem vollen Bus und in bester Stimmung fuhren wir in das mittelalterliche Städtchen Eggenburg im Waldviertel. Unser Ziel war das Museum „Nostalgiewelt“ in welchem – an Hand vieler Oldtimer, Musikboxen, Kinoprogrammen und Raritäten – das Lebensgefühl der Wirtschaftswunderzeit – und für viele Teilnehmer die eigene Jugend – erlebbar war. Weiteres besuchten wir die Kirchen von Rauchenödt und vom Stift Altenburg, sowie die „Amethystwelt“ in Maissau. Bei einem Heurigen in Engabrunn fand die Reise ihren kulinarischen Abschluss.

Jahreshauptversammlung am 19.4.2017

Dr. Gerhard Hubmer, Karin Kleiss, Dr. Anita Guiliani und Obmann Reinhard Gantner (v.l.n.r.)

Da DI Erwin Prillinger aus gesundheitlichen Gründen auf seinen Rücktritt als Obmann-Stellvertreter bestand, war eine Neuwahl notwendig. Neue Obmann-Stellvertreterin ist die Archäologin Mag. Dr. Anita Giuliani. Damit ist sichergestellt, dass der Museumsverein weiterhin – auf hohem Niveau -Bestand haben wird. DI. Erwin Prillinger ist zu danken, dass er seit der Gründung als Obmann und später als Obmann-Stellvertreter sehr viel zur Aufarbeitung der Marchtrenker Geschichte beigetragen hat.

Obmann Gantner bedankte sich im Besonderen bei den Mitgliedern des Arbeitskreises, da diese wertvolle Arbeit leisten. Die Ehrengäste – die auch Mitglieder des Vereins sind – wie Bezirkshauptmann Dr. Josef Gruber, der Bürgermeister, Vizebürgermeister und LA. Fischer sowie die Kultur-Stadträtin Strauss zeigten sich sehr zufrieden und versprachen auch weiterhin den Verein bestens zu unterstützen.

Tag des Denkmals 2017: Marchtrenk nimmt teil, und geht einen anderen Weg

Ehrengäste und vorgestellte Frauen

Das Bundesdenkmalamt (BDA) organisiert heuer wieder den Tag des Denkmals.
Die Veranstaltung steht unter dem Motto “Heimat großer Töchter: 300. Geburtstag Maria Theresias”. Sie findet am 24. Semptember statt. Es sollten Architektinnen, Literatinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Musikerinnen, Politikerinnen und Sportlerinnen aus vergangener und gegenwärtiger Zeit im Mittelpunkt stehen. Continue reading Tag des Denkmals 2017: Marchtrenk nimmt teil, und geht einen anderen Weg

LANDSMANNSCHAFT DER DONAUSCHWABEN

Anlässlich der Diamantenen Hochzeit von Hilde und Franz Braun in der Eiselsbergstraße in Marchtrenk war selbstverständlich auch Bürgermeister Paul Mahr eingeladen. Die Lebensgeschichte, die Flucht aus der Batschka und der Zuzug nach Marchtrenk wurden ihm von Frau Braun sehr lebhaft erzählt. Er veranlasste Reinhard Gantner, Obmann des Museumsvereins, ein ausführliches Zeitzeugengespräch zu führen, das hier nur verkürzt wiedergegeben werden kann.

Frau Braun wurde 1938 als Tochter eines Huf- und Wagenschmids und einer Bäuerin in Podravska Slatina, Slawonien, geboren. Nachdem Tito 1945 erklärte, dass Jugoslawien nicht die Heimat der Volksdeutschen sei und sie für „vogelfrei“ erklärte, mussten sie flüchten oder wurden grausam vertrieben. Die Mutter von Hilde fuhr mit drei Töchtern in einem Viehwaggon nach Zwickaus. Der Vater folgte erst später in einem Pferdetreck nach. Getroffen hat sich die Familie Ende 1944 in Hartkirchen in OÖ. Dort lebten sie zusammen mit zwei weiteren Familien auf engstem Raum. Als Kind durfte Frau Hilde zunächst nicht die Allgemeine Volksschule besuchen, dies wurde ihr erst ab 1947 erlaubt. Noch heute schwingt in ihrer Erzählung eine gewisse Verbitterung über die Aufnahme in Oberösterreich mit. Man wird an das Schicksal von Flüchtlingen in der heutigen Zeit erinnert, Parallelen sind erkennbar.

Da der Baugrund in Marchtrenk sehr günstig war (4,- Schilling pro m2) zogen sieben Familien aus ihrer Heimatstadt nach Marchtrenk. 1956 war Frau Braun die erste Mitarbeiterin der Firma Ritz-Messwandler GmbH  in Marchtrenk, wo sie 30 Jahre lang arbeitete. Im selben Jahr lernte sie ihren Gatten – einen Heimatvertriebenen aus Rumänien – an einem Volkstanz-Abend beim „Kellerwirt“ kennen; sie bekamen zwei Söhne. Sehr gerne erinnert sich Frau Braun  an den engen Zusammenhalt in den ersten Jahren in Marchtrenk. Man hat sich gegenseitig beim Hausbau geholfen, lebte nach dem Baubeginn in einer Holzhütte oder gar im Keller des Rohbaues. Ein Garten, Hühner und ein Schwein machten sie fast zu Selbstversorgern. Nur wenig wurde im Kaufhaus Wiesinger und in der Bäckerei Martetschläger eingekauft. Erst durch den Schulbesuch der Söhne und durch ihren evangelischen Glauben begann die Integration im Ort.

Heute sind sie Urgroßeltern. Frau Braun pflegt neben ihrem Mann auch den großen Garten „Eden“.

//März 2017//

Das Marchtrenk Museum ist elektronisch bestens aufgestellt

Die Basis eines jeden Museums ist die Sammlung. Neben der sorgfältigen Aufbewahrung der Museumsstücke ist es auch notwendig den Bestand zu dokumentieren. Während man in vielen „alten“ Museen umständlich Karteikästen durchsuchen muss, sind wir vom Marchtrenk Museum in der glücklichen Lage von Anfang an ein EDV-gestütztes Archivsystem zu haben.

Wir verwenden dazu eine vom Verband Oberösterreichischer Museen, gemeinsam mit dem Land OÖ erstellte Inventarisierungssoftware mit dem Namen „Museumskollektor“ (MUKO). Diese Software ermöglicht unserer Kustodin Frau Mag. Dr. Giuliani die wachsenden Bestände in vorbildlicher Weise zu verwalten und zu dokumentieren. 

Neben der Sammlung hat jedes moderne Museum auch eine „virtuelle Außenstelle“ im Internet. Bereits seit einigen Tagen ist die Ausstellung „Nach dem Krieg. Marchtrenk 1945 -1955“ im Internet verfügbar. Es besteht die Möglichkeit diese sehr erfolgreiche – aber leider zu kurze – Ausstellung nachzulesen. Der Museumsverein bedankt sich bei Frau Mag. Elisabeth Kreuzwieser vom Verbund Oö. Museen für die Übertragung der Ausstellung in das Internet. 

Ausstellungseröffnung "Marchtrenk 1945 -1955"
Ausstellungseröffnung “Marchtrenk 1945 -1955”

Große Bedeutung kommt dem – in wenigen Wochen – verfügbare Online-Archiv Topothek“ zu. Mit diesem Archiv können wir ihnen alte Bilder, Ansichtskarten und Dokumente aus und über Marchtrenk präsentieren. Damit können sie nach Bildern suchen um sie zu betrachten.

Hier sind wir, wie so oft, auf ihre Hilfe angewiesen: Wenn auch sie Bilder von Marchtrenk und Marchtrenkern haben, stellen sie uns diese bitte zur Verfügung. Die Bilder werden von uns digitalisiert und anschließend wieder zurückgegeben. Wichtig ist, dass sie uns alle Urheberrechte einräumen. Eine eventuelle Veröffentlichung erfolgt nur in Absprache mit ihnen. Wenn sie die Originalfotos uns überlassen, werden sie fachgerecht archiviert und stehen zur Erforschung der Marchtrenker Geschichte – für alle Zeiten – zur Verfügung. Sehr schön wäre es,  wenn sie uns Erklärungen zu den einzelnen Fotos geben könnten.

Topothekar Wolfgang Reder

Die Links zu den bereits verfügbaren Angeboten des Marchtrenker Museumsvereins finden sie auf dessen Homepage unter http/www.museumsverein-marchtrenk.at. Dort gibt es auch zahlreiche Beiträge von DI Erwin Prillinger zur Ortsgeschichte. Auch die laufenden Aktivitäten des Vereins (Ausstellungsbesuche, Veranstaltungen, etc.) sind dank der engagierten Mitarbeit von Wolfgang Reder stets nachzulesen. Ein Blick in das Internet lohnt sich also immer!

Wir brauchen Ihre Hilfe!

Von Frau Helga Brunschütz erhielten wir zahlreiche – teilweise sehr alte – Urkunden,  die sich hauptsächlich auf den früheren Gasthof Pölzl beziehen. Herr Otto Würtinger hat uns schon vor längerem eine große Zahl von Feldpostbriefen übergeben. Es ist für jeden historisch interessierten Marchtrenker wichtig, dass diese Dokumente für die Nachwelt nicht nur erhalten, sondern auch lesbar gemacht werden.

Diese historischen Unterlagen sind durchwegs in KURRENT geschrieben. Wir suchen nun Marchtrenkerinnen und Marchtrenker, die diese Schrift gelernt haben, beherrschen und einen Teil transkribieren und auf dem Computer schreiben helfen.

Der Marchtrenker Dr. Gerald Mülleder, der in Wien lebt und  als Volksschuldirektor arbeitet, hat uns zwei Bücher übergeben, worin an Hand von Schriftbeispielen Handschriften des 15. bis 20. Jahrhundert gelesen werden können. Weiteres haben wir auch ein Lehrbuch des Oberösterreichischen Landesarchivs. Es ist dies sicherlich eine herausfordernde Tätigkeit, die aber auch Überraschendes zur Marchtrenker Geschichte bringen wird. Bitte rufen sie den Obmann des Museumsvereins, Reinhard Gantner, unter der Tel.Nr. 0664/4110999, an. Danke!

Altes Gerät
Wozu wurde dieses bäuerliche Gerät verwendet?

Von Herrn Harald Baumberger, wurden uns zwei interessante Gegenstände übergeben. Ihr Verwendungszweck ist uns unbekannt. Vermutlich handelt es sich um landwirtschaftliche Geräte. Wer uns an Hand des Fotos weiterhelfen kann, den ersuchen wir ebenfalls um einen Anruf.

Update:

Maria Stadlmair von der Weißmühle in der leithen erkannte das Gerät sofort wieder. Das kleine Gerät soll bei TierärztInnen Verwendung finden. Das größere Gerät diente zum Abtragen des Misthaufens.

Maria Stadlmair