Tag des Denkmals: Marchtrenk nimmt teil, und geht einen anderen Weg

Das Bundesdenkmalamt (BDA) organisiert heuer wieder den Tag des Denkmals.
Die Veranstaltung steht unter dem Motto “Heimat großer Töchter: 300. Geburtstag Maria Theresias”. Sie findet am 24. Semptember statt. Es sollten Architektinnen, Literatinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Musikerinnen, Politikerinnen und Sportlerinnen aus vergangener und gegenwärtiger Zeit im Mittelpunkt stehen.

Marchtrenk war durch Jahrhunderte ein kleines Bauerndorf in der Welser Heide, bekannte weibliche Persönlichkeiten sind eher nicht zu finden. Reinhard Gantner, Obmann des Museumsvereins, hat Bürgermeister Paul Mahr und dem BDA vorgeschlagen, Frauen die zwar viel im Lebel geleistet haben, aber nie berühmt waren, ein “Denkmal” zu setzen. Er denkt hier beispielsweise an ein Kriegswitwe, die mehrere Kinder allein groß gezogen hat; an eine Arbeiterin, die Anfang des 20. Jahrhunderts sehr viel mehr arbeiten musste als jetzt; an eine Frau, die ihr schwer behindertes Kind, ihren Ehegatten nicht in ein Heim gibt und vorbildlich pflegt; an eine Frau die durch Jahrzehnte den großen Bauernhof geführt hat und an viele mehr, die für andere Menschen immer da waren.

Es sollen auf großen Tafeln ungefähr zehn Lebensschicksale vorgestellt werden. Zunächst in der “Alten Kirche”, dann im Foyer des Stadtamtes. Bürgermeister Paul Mahr und Hofrat Mag. Klaus Kohout vom DBA unterstützen diese Idee bestens.

Wir rufen daher Männer und Frauen, ihre Kinder und Enkelkinder auf, ust solch beeindruckende Marchtrenker Frauen bekanntzugeben! Gemeinsam, werden wir dann diese Tafeln gestalten. Melden Sie sich bitte beim Bürgermeister oder bei Reinhard Gantner (Tel. 0664 4110999).

Dieser Artikel ist ursprünglich im Marchtrenker Stadtmagazin Nr.236 vom April 2017 auf Seite 11 erschienen.