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Oberösterreichischer Museumstag

Rückblick: Oberösterreichischer Museumstag

Obmann Reinhard Gantner besuchte am 11.11.2017 den 16. Oberösterreichischen Museumstag im Schlossmuseum in Linz. Das Motto lautete: „Was macht uns freiwillig? Ehrenamtliches Engagement im Museum.“ Bei dieser Tagung gab es neben Referaten auch Kurzpräsentationen von MuseumsleiterInnen, die erfolgreich ehrenamtliche Mitarbeiter gefunden haben.    

Auch der Museumsverein Marchtrenk freut sich über jeden der an der Geschichte seiner Heimatgemeinde, der Stadt Marchtrenk, mitarbeiten möchte.

Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018

Ansichtskarte mit Soldaten
Ansichtskarte mit Soldaten

Wie bereits angekündigt, wird der Museumsverein die ersten 40 Jahre des vergangenen Jahrhunderts (1900 bis 1938) in Marchtrenk aufarbeiten und die Ergebnisse in einer großen Ausstellung im Full Haus (Volkshaus) präsentieren. Die Ausstellung dauert vom 19.10. (= feierliche Eröffnung) bis zum 28.10.2018. Diese Ausstellung wird vor allem an das riesige k. u. k. Kriegsgefangenenlager erinnern. Was folgte nach dem Zerfall der Monarchie und dem Beginn der Ersten Republik, wie wirkte sich die wirtschaftliche Notlage aus, wie war die politische Entwicklung? Neben einem allgemeinen Bezug auf die Geschichte von Österreich und Oberösterreich steht stets das damalige Dorf Marchtrenk im Mittelpunkt!     

Erbauung der 1. Traunbrücke vor 125 Jahren – Ankündigung Brückenfest

Postkarte
Eine Postkarte mit der Holzbrücke

Im Jahr 1892 wurde der „Verein zur Erbauung und Erhaltung einer Brücke über den  Traunfluss zwischen Marchtrenk und Weiskirchen“ (Originaltext!) auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Ernst Becker gegründet. Interessant ist die Begründung: „…dahin zu wirken die Bewohner des rechten Traunufers  durch Herstellung einer ordentlichen  und nahen Verbindung  mit der Eisenbahn concurrenzfähig zu machen, diese gänzlich abgeschnittene Gegend in den allgemeinen Verkehr einzubeziehen, …“. Bis zur Eröffnung der Holzbrücke am 11. Mai 1893 musste der Traunfluss mit einer Fähre überqueret werden. Diese war auf der Höhe des Gasthauses Ufermann. Zur Erhaltung der Brücke wurde eine Maut eingehoben. Es bedurfte daher auch eines Mauthauses. 1920 ging die Brücke in das Eigentum des Landes Oberösterreich über, 1945 wurde ein Teil gesprengt und 1952 gab es eine neue Brücke, eine Stahlkonstruktion die auf Granitpfeilern aufgesetzt wurde.

Mit einem „Brückenfest“ rund um das Mauthaus wollen wir am 23. Juni 2018 an dieses für Marchtrenk und die Nachbargemeinde Weißkirchen so wichtige Ereignis erinnern.

Was blieb vom Lager?

Wasserturm 1916
Wasserturm 1916

Eine interessante Frage wird unter anderem sein, was außer dem Wasserturm und dem Kriegerfriedhof von diesem Lager („Die schwarze Stadt“ mit 35.000 Kriegsgefangenen)  an baulichen Resten und Gegenständen vorhanden ist. Es gibt zum Beispiel einen Originalbrunnen zu einer früheren Offiziersbaracke, einen Keller, verschiedene Kleinfunde, etc. Wir ersuchen alle Marchtrenker uns zu helfen beim Finden von baulichen Resten, Fotos, Dokumenten, usw., damit wir dies festhalten können. Werden sie zum (Hobby-)Archäologen der Stadtgeschichte!

Vorschau: Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018

Das Ende des Ersten Weltkriegs, der Zerfall der Monarchie und die Gründung der Republik Österreich stehen im Mittelpunkt zahlreicher bundesweit geplanter Aktivitäten. Der Museumsverein möchte in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Ausstellung gestalten, wobei das k.u.k. Kriegsgefangenenlager (1914 – 1918) im Mittelpunkt stehen wird. Diese Ausstellung umfasst einen größeren Zeitraum von der Jahrhundertwende bis in die Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs und zeigt die damit verbundene große Not der Marchtrenker Bevölkerung auf.

Wir sind zuversichtlich, dass wir wie bei der Ausstellung „Nach dem Krieg. Marchtrenk 1945 – 1955“, zahlreiche Erinnerungsstücke (Fotos, Briefe, Uniformstücke, Waffen und vieles mehr) zumindest leihweise erhalten werden. Auch hier ersuchen wir um einen Anruf oder eine Mail.

Deckenfresko in der alten Pfarrkirche

Dank an Theresia Preining, Ehrenzeichen für Josef Jakober

Der letztlich überraschende Tod von Frau Theresia Preining hat viele in Marchtrenk betroffen und traurig gemacht. „Resi“, wie sie von den meisten genannt wurde, hat sich sehr stark im Museumsverein eingebracht und wird sie uns sehr fehlen. Danke „Resi“.

Theresia Preining
Josef Jakober

Herr Josef Jakober wurde am 29.10. mit dem Ehrenzeichen in Silber durch die Stadtgemeinde ausgezeichnet. Herr Jakober war seit der Gründung Unterstützer des Museumsvereins. Im vergangenen Jahr und auch heuer erhielten wir von ihm wertvolle Bücher zur donauschwäbischen Geschichte und im Besonderen über seine Heimatgemeinde Neudorf. Zudem erhielten wir in gebundener Form zahlreiche Jahrgänge der Marchtrenker Gemeindezeitung, der Kirchenblätter und der Aussendungen der politischen Parteien Marchtrenks. Es wäre schön, wenn uns die Marchtrenker mehr ihrer „Schätze“ für das Marchtrenk Museum überlassen könnten.

Tagung GRAU IN GRAU

Obmann Reinhard Gantner hat vom 30.11. – 2.12.2017 in der Kunstuniversität Linz eine Tagung zu ästhetisch und politischen Praktiken der Erinnerungskultur besucht. Neben einer Reihe von sehr interessanten Vorträgen gab es auch einen Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen.   

Dank an Karin Cernich

Mit dem Beitritt von Karin Cernich und ihrem Ehemann haben wir nunmehr 200 Mitglieder im Museumsverein. Es ist ein großer Glücksfall, dass Frau Cernich in einem Kurs Kurrent schreiben und lesen gelernt hat. So ist es jetzt möglich, dass Briefe, Dokumente, Gemeinderatsprotokolle, etc. uns endlich erschlossen werden. Danke Karin!

Karin Cernich
Karin Cernich

AUSSTELLUNG „40 Jahre Volkshaus, 1 Jahr Full Haus“

Ausstellung
Ausstellung „40 Jahre Volkshaus, 1 Jahr Full Haus“

Nach Durchsicht von vielen 1.000 Seiten der letzten 40 Jahrgänge der „Marchtrenker Gemeindezeitung“ haben Ausstellungsgestalter Reinhard Gantner und weitere Mitglieder des Museumsvereins eine sehr farbige und interessante Ausstellung zu diesem Thema bzw. zur Kultur und dem gesellschaftlichen Leben unseres Ortes gestaltet. Zu danken ist vielen Vereinen und Schulen, die viele interessante Fotos, Chroniken, etc. zur Verfügung gestellt haben. Besonders hervorzuheben sind Wolfgang Göschl und seine Gattin, die die 1. Marchtrenker Faschingsgilde auf sieben großen Tafeln zeigen.

Die Ausstellung wird etappenweise im Foyer des Stadtamtes gezeigt bzw. wird sie in 1 – 2 Monaten im Internet (www.ooegeschichte.at) abrufbar sein.

AUSFLUG DES MUSEUMSVEREINS NACH EGGENBURG

Ausflug
Mit einem vollen Bus und in bester Stimmung fuhren wir in das mittelalterliche Städtchen Eggenburg im Waldviertel. Unser Ziel war das Museum „Nostalgiewelt“ in welchem – an Hand vieler Oldtimer, Musikboxen, Kinoprogrammen und Raritäten – das Lebensgefühl der Wirtschaftswunderzeit – und für viele Teilnehmer die eigene Jugend – erlebbar war. Weiteres besuchten wir die Kirchen von Rauchenödt und vom Stift Altenburg, sowie die „Amethystwelt“ in Maissau. Bei einem Heurigen in Engabrunn fand die Reise ihren kulinarischen Abschluss.